Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für die Nutzung von Zelino

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Zelino Studio Okan Bahadir, Zollhofgarten 8, 69115 Heidelberg (nachfolgend „Anbieter") und dem Nutzer (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der webbasierten Anwendung Zelino (nachfolgend „Dienst").

(2) Die Leistungen des Anbieters richten sich sowohl an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB (nachfolgend „Geschäftskunden") als auch an Verbraucher im Sinne von § 13 BGB (nachfolgend „Verbraucher"). Soweit einzelne Regelungen nur für eine dieser Gruppen gelten, wird dies ausdrücklich kenntlich gemacht.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

(4) Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.

(2) Durch die Registrierung eines Benutzerkontos gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Voraussetzung für die Registrierung ist die Vollendung des 18. Lebensjahres.

(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Registrierung durch Freischaltung des Benutzerkontos bestätigt oder die Leistung erbringt.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und ist dem Kunden nach dem Login in seinem Benutzerkonto zugänglich.

§ 3 Widerrufsbelehrung (nur für Verbraucher)

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Zelino Studio Okan Bahadir, Zollhofgarten 8, 69115 Heidelberg, E-Mail: info@zelino.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher hierzu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).

Bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht auch dann, wenn der Anbieter mit der Ausführung begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB).

Hinweis:

Mit der Registrierung und sofortigen Nutzung von Zelino stimmt der Verbraucher ausdrücklich zu, dass die Leistung sofort beginnt, und nimmt zur Kenntnis, dass das Widerrufsrecht damit vorzeitig erlischt.

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An: Zelino Studio Okan Bahadir, Zollhofgarten 8, 69115 Heidelberg, E-Mail: info@zelino.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: _______________

Bestellt am (*) / erhalten am (*): _______________

Name des/der Verbraucher(s): _______________

Anschrift des/der Verbraucher(s): _______________

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): _______________

Datum: _______________

(*) Unzutreffendes streichen.

Hinweis für Geschäftskunden

Das Widerrufsrecht gilt ausschließlich für Verbraucher im Sinne von § 13 BGB. Geschäftskunden (§ 14 BGB) steht kein Widerrufsrecht zu.

§ 4 Leistungsbeschreibung

(1) Zelino ist eine webbasierte Software-as-a-Service (SaaS) Anwendung zur Erstellung und Verwaltung von Geschäftsdokumenten. Die Anwendung ermöglicht insbesondere:

  • Erstellung von Angeboten, Rechnungen, Abschlagsrechnungen und Mahnungen
  • Verwaltung von Kunden und Produkten/Leistungen
  • Zeiterfassung und Stempeluhr für Mitarbeiter
  • Baustellenverwaltung mit Bildupload
  • Belegverwaltung und -digitalisierung
  • Eingangsrechnungen (E-Rechnungen ZUGFeRD/XRechnung)
  • Spracheingabe und KI-gestützter Dokumenten-Chat
  • Export als PDF und E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung)
  • E-Mail-Versand von Dokumenten
  • DATEV-Export für den Steuerberater
  • Steuerberater-Portal: permanenter, PIN-geschützter Lese-Zugang für den Steuerberater des Kunden per Token-Link
  • Lieferscheine (inkl. digitaler Unterschrift vor Ort und per Token-Link)
  • Digitale Kundenunterschrift für Angebote und Lieferscheine

(2) Der Dienst wird als Cloud-Lösung bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser über das Internet. Der Kunde benötigt eine eigene Internetverbindung und einen aktuellen Webbrowser, die nicht Gegenstand der Leistungen des Anbieters sind.

(3) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel. Hiervon ausgenommen sind geplante Wartungsarbeiten, die nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und, soweit möglich, im Voraus angekündigt werden.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Funktionen der Anwendung weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleibt.

§ 5 Kostenlose Testphase

(1) Vor Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements steht dem Kunden eine kostenlose Testphase von 14 Tagen zur Verfügung.

(2) Während der Testphase können bis zu 2 Dokumente erstellt werden. Der Funktionsumfang kann gegenüber dem kostenpflichtigen Abonnement eingeschränkt sein.

(3) Die Testphase endet automatisch ohne Zahlungsverpflichtung. Es erfolgt keine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abonnement.

(4) Die während der Testphase erstellten Daten bleiben nach Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements erhalten.

§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angegebenen Preise. Alle Preise gegenüber Geschäftskunden verstehen sich netto zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Preise gegenüber Verbrauchern verstehen sich als Bruttopreise inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.

(2) Die Zahlung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus per Kreditkarte oder Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.).

(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Anwendung zu sperren, bis die ausstehenden Beträge beglichen sind. Die gesetzlichen Verzugsvorschriften (§§ 286 ff. BGB) bleiben unberührt.

(4) Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 4 Wochen vor Inkrafttreten mitgeteilt. Der Kunde hat das Recht, bei Preiserhöhungen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens zu kündigen.

(5) Für Verbraucher: Bereits gezahlte Beträge für nicht in Anspruch genommene Leistungszeiträume werden anteilig erstattet, wenn der Vertrag vorzeitig endet (z. B. durch Widerruf oder Kündigung).

(6) Für Geschäftskunden: Eine Erstattung bereits gezahlter Beträge für den laufenden Abrechnungszeitraum ist ausgeschlossen, sofern der Anbieter die Leistung ordnungsgemäß erbracht hat.

§ 7 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung der Anwendung ein.

(2) Sämtliche Rechte an der Anwendung, einschließlich des Quellcodes, der Benutzeroberfläche, des Designs, der Datenbanken und der zugrunde liegenden Technologie, verbleiben beim Anbieter.

(3) Die mit der Anwendung erstellten Dokumente (Angebote, Rechnungen etc.) und die vom Kunden eingegebenen Daten verbleiben im Eigentum des Kunden.

(4) Der Kunde ist nicht berechtigt, die Anwendung Dritten zur Nutzung zu überlassen, zu vervielfältigen, zu dekompilieren oder zu modifizieren.

§ 8 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Anwendung nur für rechtmäßige Zwecke zu nutzen und keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen.

(2) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit seiner eingegebenen Daten verantwortlich. Insbesondere hat der Kunde sicherzustellen, dass seine Rechnungen und Geschäftsdokumente den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

(3) Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, Änderungen seiner Kontaktdaten (insbesondere E-Mail-Adresse und Rechnungsanschrift) unverzüglich im Benutzerkonto zu aktualisieren.

(5) Der Kunde ist für regelmäßige Datensicherungen seiner Daten verantwortlich, soweit dies über die Exportfunktionen der Anwendung möglich ist.

(6) Freistellung: Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder auf von ihm eingestellten rechtswidrigen Inhalten beruhen. Dies umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 9 KI-gestützte Funktionen

(1) Der Dienst enthält KI-gestützte Funktionen, insbesondere den Dokumenten-Chat, Spracheingabe, Beschreibungsverbesserung und automatisierte Belegerfassung. Diese Funktionen nutzen Drittanbieter-KI-Dienste (derzeit OpenAI und Google Gemini).

(2) Die Ergebnisse der KI-gestützten Funktionen sind automatisch generierte Vorschläge und stellen keine rechtsverbindlichen Auskünfte, keine Steuerberatung, keine Rechtsberatung und keine Garantie für Richtigkeit oder Vollständigkeit dar.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, alle KI-generierten Inhalte vor der Verwendung eigenverantwortlich zu überprüfen. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden, die aus der ungeprüften Übernahme KI-generierter Inhalte entstehen.

(4) Die im Rahmen der KI-Funktionen verarbeiteten Daten werden gemäß den Datenschutzbestimmungen des Anbieters und der jeweiligen KI-Drittanbieter behandelt. Die verwendeten KI-Dienste nutzen die Kundendaten nicht zum Training ihrer Modelle.

(5) Der Anbieter behält sich vor, den KI-Drittanbieter jederzeit zu wechseln, sofern die Funktionalität im Wesentlichen erhalten bleibt.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung des Dienstes personenbezogene Daten Dritter verarbeitet (z. B. Kundenadressen, Kontaktdaten), handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Der entsprechende Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist Bestandteil dieses Vertrages.

(3) Der Kunde versichert, dass er zur Eingabe personenbezogener Daten Dritter berechtigt ist und die betroffenen Personen entsprechend Art. 13/14 DSGVO informiert hat.

(4) Der Kunde ist im Rahmen der Auftragsverarbeitung der datenschutzrechtlich Verantwortliche und hat sicherzustellen, dass die Verarbeitung der Daten im Einklang mit den geltenden Datenschutzvorschriften steht.

§ 11 Drittanbieter-Dienste

(1) Der Dienst nutzt zur Erbringung seiner Leistungen Dienste von Drittanbietern, insbesondere:

  • Supabase – Datenbank und Authentifizierung
  • Stripe – Zahlungsabwicklung
  • OpenAI / Google Gemini – KI-gestützte Funktionen
  • Resend – E-Mail-Versand
  • iLoveAPI – PDF/A-3 Konvertierung für E-Rechnungen (ZUGFeRD)
  • Hetzner Online GmbH – Hosting der PDF-Render-Infrastruktur (selbstgehosteter Gotenberg-Service) innerhalb Deutschlands
  • Lovable – Webhosting und CDN

(2) Der Anbieter haftet nicht für Störungen, Ausfälle oder Änderungen der Drittanbieter-Dienste, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Drittanbieter auszutauschen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und die Funktionalität des Dienstes im Wesentlichen erhalten bleibt.

(4) Für die Zahlungsabwicklung über Stripe gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen von Stripe. Der Anbieter speichert keine Kreditkarten- oder Bankdaten des Kunden.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Die Haftung nach Absatz 2 ist der Höhe nach begrenzt auf das vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Entgelt, mindestens jedoch auf 100 EUR.

(4) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gegenüber Verbrauchern bleibt die Haftung nach den zwingenden gesetzlichen Bestimmungen unberührt.

(5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und nach zwingenden verbraucherschutzrechtlichen Vorschriften bleibt in jedem Fall unberührt.

(6) Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, soweit diese auf fehlendes Datensicherungsverhalten des Kunden zurückzuführen sind. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten regelmäßig über die Exportfunktionen zu sichern.

(7) Der Anbieter haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit der vom Kunden erstellten Dokumente (insbesondere Rechnungen, Angebote). Der Kunde ist eigenverantwortlich für die Einhaltung steuerlicher und handelsrechtlicher Vorschriften.

§ 13 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet die vertragsgemäße Beschaffenheit der Anwendung während der Vertragslaufzeit. Bei einem SaaS-Dienst gelten unerhebliche Abweichungen und vorübergehende Beeinträchtigungen, die die Nutzung nicht wesentlich einschränken, nicht als Mangel.

(2) Mängel werden nach Mängelanzeige durch den Kunden innerhalb angemessener Frist behoben. Der Kunde hat den Mangel möglichst detailliert zu beschreiben.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Mängel nach seiner Wahl durch Nachbesserung (z. B. Bugfix, Workaround) oder Ersatzlieferung (z. B. Update) zu beheben.

(4) Für Geschäftskunden beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr ab Bereitstellung der jeweiligen Funktionalität. Die gesetzlichen Gewährleistungsfristen für Verbraucher bleiben unberührt.

§ 14 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 1 Monat zum Monatsende gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit der Zahlung von mehr als zwei Monatsbeträgen in Verzug ist.

(3) Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail ist ausreichend). Die Kündigung kann auch über das Kundenportal des Zahlungsdienstleisters (Stripe) vorgenommen werden.

(4) Nach Kündigung hat der Kunde eine Frist von 30 Tagen nach Vertragsende, um seine Daten über die Exportfunktionen der Anwendung (PDF-Export, DATEV-Export) zu sichern. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (insbesondere § 147 AO) aufbewahrt und anschließend gelöscht.

(5) Der Anbieter wird den Kunden rechtzeitig vor Ablauf der Exportfrist per E-Mail auf die Möglichkeit des Datenexports hinweisen.

§ 15 Höhere Gewalt

(1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten, soweit die Nichterfüllung auf Umstände höherer Gewalt zurückzuführen ist, die außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs der betroffenen Partei liegen.

(2) Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Pandemien, Kriege, Terroranschläge, Streiks, behördliche Anordnungen, Cyberangriffe, großflächige Störungen des Internets sowie Ausfälle bei wesentlichen Cloud-Infrastrukturanbietern.

(3) Die betroffene Partei wird die andere Partei unverzüglich über den Eintritt und die voraussichtliche Dauer des Ereignisses höherer Gewalt informieren und zumutbare Anstrengungen unternehmen, die Auswirkungen zu minimieren.

(4) Dauert ein Ereignis höherer Gewalt länger als 3 Monate an, ist jede Partei berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.

§ 16 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 4 Wochen zu ändern.

(2) Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Kunde in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen.

(3) Bei wesentlichen Änderungen zu Ungunsten des Kunden hat dieser ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen.

(4) Für Verbraucher: Wesentliche Vertragsänderungen bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden und können nicht durch bloßes Schweigen als angenommen gelten.

§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Heidelberg. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.

(3) Die Vertragssprache ist Deutsch.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Gegenüber Verbrauchern gilt stattdessen die gesetzliche Regelung.

Stand: April 2026